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Rathaus
Lübz, Lübz (Mecklenburg)
Mittelpunkt der Stadt Lübz ist der Burghügel am östlichen Ufer der Elde mit seinen Zeitzeugen: dem ehemaligen Amtshaus aus dem 18.Jahrhundert und dem Amtsturm – historisches Überbleibsel der früher dort befindlichen mittelalterlichen Burg – und späteren Schlossanlage der mecklenburgischen Herzöge. Der Burghügel ist heute das Kulturzentrum der Stadt mit Ausstellungsflächen, Stadtbibliothek Volkshochschule und Städtischem Museum, außerdem teilweise Sitz der Stadtverwaltung. Das Rathaus bzw. das ehemalige Amtsgerichtsgebäude liegt unmittelbar angrenzend an den Burghügel als baulich markanter nördlicher Abschluss zum Rathausmarkt. Das Gebäude selbst wurde als Amtsgerichtsgebäude des Amtes Lübz-Marnitz in den Jahren 1895 bis 1898 errichtet und als solches bis zum Jahre 1952 genutzt. Von 1952 bis 1989 diente das alte Amtsgericht dann als Sitz der SED-Kreisleitung des früheren Kreises Lübz. Seit dem 18./19. Januar 1990 wird das Gebäude als Sitz der Stadtverwaltung und somit als Rathaus genutzt; seit der Ämterfusion ab 2004 als Amt Eldenburg Lübz im Landkreis Parchim. Bei der Sanierung des Rathauses Lübz geht es um eine Erweiterung der Nutzflächen durch einen Neubau (1. Bauabschnitt, fertiggestellt), und die Erneuerung des Bestandsgebäudes (2. Bauabschnitt, im Bau). Mit der unmittelbaren Anbindung des Neubaus an das alte Rathaus können beide Gebäude (Altbau und Neubau) über eine Erschließungszone behindertengerecht erschlossen werden. Das Modernisierungskonzept für das alte Rathausgebäude orientiert sich grundsätzlich am historischen Nutzungskonzept und dessen Grundrißkonfiguration.
Die Neubauerweiterung bindet im Bereich des Treppenhauses an den Altbau an. Das Gelände wurde leicht abgesenkt und der Anbau mit Stützen aufgeständert, um die stadteigenen Fahrzeuge offen unter dem Gebäude unterzubringen. Die Büros sind zum Park nach Westen orientiert. Auf dieser Seite prägt das Gebäude eine Lochfassade aus dunkel bunten Hartbrandklinkern. Zum Hof wird das Gebäude durch eine Glasfassade geprägt, die einen Einblick in das Gebäude gewährt. Die Flurinnenwand hinter der Glasfassade sowie auch die Wände des Haupttreppenhauses sind aus Sichtbeton.
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